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in Duisburg-Hamborn geboren, Vater Dr. Willy Preute war Ingenieur und Stahl- und Eisen-Mann. Mutter Anneliese hatte Medizin studiert, den Beruf aber niemals ausgeübt.
wechselte mein Vater als Stahlkocher und Walzspezialist zum Klöckner-Konzern nach Osnabrück. Dort verbrachte ich meine Jugend bis zum 15. Lebensjahr, inklusive dreier Jahre ohne Schule (wegen Krieg). Volksschule war geprägt vom Kastanien- und Bombensplittersammeln für unsere Krieger an der Front. Dann Gymnasium Carolinum in Osnabrück besucht (wegen Aufsässigkeit und aktivem Desinteresse) auf ein Internat in Nordhessen gewechselt.
Abitur. Dann Medizin studiert. Abgebrochen wegen Abhängigkeit von meinem Vater. Dann Volontariat aufgenommen beim Duisburger Generalanzeiger - Ausbildung als Schriftsetzer, Handsetzer, Metteur. Dann Lokalredakteur, Redakteur Politik. Schrieb ersten Krimi Mord am Kaiserberg.
Gerichts- und Polizeiredakteur bei der Neuen Ruhrzeitung
Regionalredakteur bei der Rheinischen Post in Moers, Rheinhausen, Xanten, Niederrheinchef.
Von Gert von Paczensky zum Stern geholt. In Düsseldorf Leiter der Redaktion NRW
In Stuttgart Chefredaktion DM
Nach München zur Illustrierten Quick gegangen. Beim Einmarsch der Russen in die damalige Tschechoslowakei verhaftet. Nach Differenzen mit Quick-Chefredakteur Siegfried Aghte kündigte ich. Seitdem niemals mehr fest in einer Redaktion angestellt.
Bei der damaligen Ferenczy-Presse-Agentur als Freier gearbeitet. Wilde Zeiten! Nachrichtenmann bei BURDA. Kriege der Israelis/Beirut/Vietnam/Südamerika Kokainkriege/Südafrika.
Krimis im Stern, bei Vic Schuller. Mörder aus Köln, Krieg der Erben. Krimis in HÖRZU. Immer wieder um den Globus - Krisen und Kriege. Der Suff nahm zu, die Arbeit auch. Ich war einer der wenigen Alkoholiker, die dauernd arbeiteten und merkwürdigerweise Pausen beim Saufen machten, und zwar immer dann, wenn irgendwo auf der Welt die Lage heiß war.
Break. Loslösung vom Alkohol. Hineingehen in die Psychologie Krisenintervention bei Suchtkranken. Ich war 40.
Mühsame Rückkehr in den Beruf als Journalist. Im wesentlichen Drogen-Geschichten. Zum Teil zusammen mit der amerikanischen Drug Enforcement Administration DEA. Immer wieder Reportagen im Spiegel und im Stern, aber auch in TIME-LIFE.
Nach Loslösung aus allen privaten Bezügen in die Eifel gezogen. Ich war der typische trockene Alkoholiker, dem keiner glauben mochte, daß er nicht mehr krank war. Als ich 1978 im Alleingang mit einem hessischen Oberstaatsanwalt eine große Dealergruppe auf Ibiza knackte, die weltweit operierte, fragte mich der damalige Chefredakteur Gert Braun, wieviel Kognak ich denn getrunken habe. Braun ist vergessen, Preute nicht. Aber die Konsequenz war düster: Ich mußte alles, was München bedeutete, an den Nagel hängen.
Letzte große journalistische Arbeiten waren Der Bunker der Bundesregierung, Als Arzt muß ich das Maul aufmachen (über Beruhigungspillen in der Psychiatrie), Wenn du alt wirst in Deutschland, Alte Rentner, die Hundefutter essen, Das Leben lohnt nicht mehr im Spiegel etc. Und dann immer mehr Krimis bei Grafit.
Originaltext von Jacques Berndorf Eifel-Täter Grafit-Verlag Dortmund 2001
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