C. Bertelsmann-Verlag,  Güterlsloh und
Ferenczy Verlag AG,  Zürich, 1971
ISBN: 3-570-09092-4
Hardcover, 306 Seiten

Der Reporter

Originaltext des Einbandes:

MICHAEL PREUTE wurde 1936 in Duisburg geboren. Nach seinem Abitur war er zunächst als Volontär und später als Gerichtsreporter bei einer Tageszeitung (Duisburger Generalanzeiger)  tätig. Nach seiner Tätigkeit beim >>Stern<< und anderen Zeitschriften wurde er Leiter der Nachrichtenredaktion im Hause Burda und ging danach als Rechercheur zur >>Quick<<. Seit Ende 1968 ist er als freier Schriftsteller tätig. Verheiratet, eine Tochter, lebt heute in der Nähe von München. Er meint:

Ich soll etwas zu diesem Buch sagen. Das ist nicht schwer.
Auf dem Umschlag steht ROMAN - eine gutgemeinte Lüge. Es ist kein Roman, sondern vielmehr die Geschichte eigener Erlebnisse. Ich habe das tatsächlich mitgemacht.
(Durchlebt entspräche dem mehr, aber wer sagt so etwas schon?)
Der Leser wird Szenen finden, die ihn anwidern. In Wirklichkeit waren die Szenen noch widerlicher, als ich sie beschreibe. Ich habe aber auf extrem Widerliches verzichtet, weil ich an Pornographie nicht sonderlich interessiert bin.
Ich habe nur Namen geändert und Ortsschilder ausgewechselt, ein wenig die Rahmenhandlung verändert.
Alles in diesem Buch ist wirktlich geschehen.
Ich habe nur zu den üblichen Tricks gegriffen, die jeder Schreiber benutzt. Man mag mir ruhig vorwerfen, auf die billigste Art einen trivialen Roman gemacht zu haben.
Aber ich habe die Wahrheit geschrieben.
Ich war bei einigen Illustrierten Mann an der Spritze, war Rechercheur, und weiß also genau, was ich schildere.
Es gibt einen Satz von Papa Hemingway, der mich dazu brachte:
“Man soll nur über das schreiben,  was man wirklich kennt.”
Natürlich werden einige Leute über mich herfallen und mich einen Mann nennen, der sein Nest beschmutzt.
So, wie es hier zu lesen ist, wird hierzulande und anderswo gearbeitet. Viele gute Journalisten leiden darunter.
Na schön, nennen wir das da einen Roman.