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Jobst Grau, Bonner Journalist, Mitte 40 und eine verdammt ehrliche Haut, akzeptiert einen brisanten Rechercheauftrag und findet sich plötzlich im sumpfigsten Drogen- und Spekulantenmilieu Berlins wieder. Verzweifelt gesucht: Ulrich Steeben, der mit zehn Millionen Dollar in bar und fünfzig Pfund reinem Kokain in der Tasche die Szene aufmischen sollte und plötzlich mitsamt seines Schatzes spurlos verschwunden ist. Koks und Kohle bringen nicht nur Graus Puls zum Rasen. Vom Potsdamer Platz bis nach Moskau rotieren Gauner und Geheimdienstler, um mit der Millionenbeute zu entwischen. Der naive Jobst Grau hat alle Mühe mit den gespaltenen Zungen der Spitzel und den großkalibrigen Geschossen der Gangster, aber sein durchtriebener “Schatten” Milan haut ihn aus allen brenzligen Situationen heraus. Uns so löst Grau seinen Auftrag bravourös, aber dann verfängt er sich doch ncoh: in den Netzen der Liebe...
Jobst Grau ist aus demselben Holz geschnitzt wie der unsterbliche Philip Marlowe: voller Melancholie und mitten im Sumpf des Bösen von romantischer Ehrlichkeit. Mit scharfem Blick und bitterböser Ironie lüftet Michael Preute die maroden Geheimnisse hinter der glänzenden Hauptstadtfassade.
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